Seit Jahren ist Antholz die größte Biathlon-Hochburg der Welt. In Kombination mit Olympia wartet ein Sportfest der Superlative. Die Biathlon-Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele 2026 in Antholz finden vom 8. bis 21. Februar 2026 statt. Insgesamt werden elf Rennen in der Olympic Arena in Antholz ausgetragen.

Dorothea Wierer in Antholz 2025 | Foto: Gabriele Seghizzi
Hoch über den Dächern Südtirols, auf 1.600 Metern, bereitet sich ein kleines Bergdorf auf ein großes Ereignis vor: Antholz wird 2026 erstmals Austragungsort der olympischen Biathlon-Wettkämpfe. Wenn die Weltelite des Wintersports im Februar in die einläuft, wird nicht nur um Medaillen gekämpft – es wird auch ein Stück Sportgeschichte geschrieben.
Am 27. Januar ist die Olympische Flamme in Toblach und am Kronplatz – der Olympische Fackellauf ist der offizielle Auftakt für die Winterspiele. Sportlich geht es erst am 8. Februar los. Wer Eintrittskarten sucht, muss Geduld oder Geld mitbringen haben. Viele bezahlbare Karten sind schon weg – es gibt aber erfahrungsgemäß immer Karten die zurückgegeben werden. Offizieller Ticketshop
Hier ist der detaillierte Zeitplan:
8. Februar 2026: Mixed Staffel (Männer & Frauen)
10. Februar 2026: 20 km Einzel Männer
11. Februar 2026: 15 km Einzel Frauen
13. Februar 2026: 10 km Sprint Männer
14. Februar 2026: 7,5 km Sprint Frauen
17. Februar 2026: 4×7,5 km Staffel Männer
18. Februar 2026: 4×6 km Staffel Frauen
20. Februar 2026: 15 km Massenstart Männer
21. Februar 2026: 12,5 km Massenstart Frauen
Biathlon-Hochburg im olympischen Rampenlicht
Antholz ist kein Unbekannter im Biathlon-Zirkus. Seit 1971 ist das idyllische Tal im Pustertal ein internationaler Hotspot für die Sportart, die Langlauf und Präzisionsschießen vereint. Sechs Weltmeisterschaften und jährlich ausverkaufte Weltcup-Rennen haben Antholz zu einem gemacht. Doch 2026 wird alles übertreffen: Zum ersten Mal finden hier statt – ein Novum für Südtirol und ein emotionaler Höhepunkt für die Region.
„Diese Heim-Olympiade ist etwas ganz Besonderes“, sagt Lukas Hofer, italienischer Biathlon-Star und Antholz-Urgestein. „Meine ganze Karriere begann hier – von italienischen Meisterschaften bis zu Weltmeisterschaften. Jetzt auch Olympia auf heimischem Schnee zu erleben, gibt mir Gänsehaut.“
Modernisierte Arena, atemberaubende Kulisse
Für die Spiele wurde die Südtirol Arena grundlegend aufgerüstet: neue Tunnel, verbesserte Infrastruktur für Athleten und Medien, ein hochmodernes Waffen- und Munitionslager sowie ein neuer Zieleinlauf. Die Haupttribüne fasst 3.000 Zuschauer, doch bei Großveranstaltungen strömen bis zu 23.000 Fans ins Tal – und sorgen für eine , die Antholz berühmt gemacht hat.
Dazu gehört auch „Bumsi“, das Maskottchen, das nach dem typischen „Bumm-Bumm-Bumm“ der Schüsse benannt ist und für Lokalkolorit sorgt. „Der Klang der Schüsse ist der Herzschlag des Biathlon – und Antholz schlägt 2026 besonders laut“, so Lorenz Leitgeb, Vorsitzender des Organisationskomitees.
Wettkämpfe und Hoffnungen
Vom 8. bis 21. Februar 2026 werden in Antholz alle klassischen Biathlon-Disziplinen ausgetragen:
- Sprint
- Verfolgung
- Einzel
- Massenstart
- Staffel
Für das italienische Team, angeführt von Dorothea Wierer (zweifache Weltcup-Gesamtsiegerin) und Lisa Vittozzi, ist es ein . Noch nie konnte Italien Olympisches Gold im Biathlon gewinnen – doch auf heimischem Schnee, vor heimischem Publikum, könnte 2026 alles anders werden.
Olympischer Fackellauf und Kunstinstallationen
Schon vor den Wettkämpfen wird Antholz Teil des olympischen Fackellaufs: Am 27. Januar 2026 passiert die Flamme das Pustertal, bevor sie weiter nach Brixen und Bozen zieht. Dort erwartet die Fans am Abend eine große Feier auf dem Waltherplatz.
Als bleibende Erinnerung an die Spiele wurden zwischen den Austragungsorten errichtet – inspiriert von den „Stoanernen Mandln“, den mystischen Steinanhäufungen der Dolomiten, und den olympischen Ringen.



